Jagd

Die traditionelle Brackenjagd wird heute eigentlich nur noch auf dem Balkan, in Teilen Österreichs und in Skandinavien ausgeübt. In Frankreich wird heute noch die Tradition der Parforcejagd mit großen Brackenmeuten  fortgeführt.

Auf dem Balkan wird die Jagd In der Regel wie folgt ausgeübt: Ca. 6 – 10 Jäger mit Ihren Bracken stellen einen bestimmten Bereich auf den bekannten Wechseln ab. Gejagt wird auf Hase, Fuchs und Wildschwein. Die Bracken werden dann vom Stand geschnallt und müssen dann selbständig die Nachtfährten des Wildes ausarbeiten, das Wild finden und dann ausdauernd laut jagen bis es einem angestellten Jäger passend kommt.. Annerkennung genießen nur die Hunde, die wenigstens 45 Minuten jagen. Am meisten geachtet sind die Hunde, die die Spur des Hasen mit den schwierigen Widergängen  gut jagen. Manch Brackenjäger läßt den Hasen auch gerne 1 -2 Mal passieren bevor er Ihn erlegt.

Auch in Skandinavien wird das brackieren auf den Hasen heute noch gerne ausgeübt. Allerdings nimmt dort die Wolfspopulation zu, so das dieses Art der Jagdausübung zunehmend weniger wird. Meistens stellen dort 1 – 2 Jäger die bekannten Plätze ab und die Bracken werden geschnallt und müssen sich auch hier den Hasen selbständig suchen und jagen.

In aller Regel werden Bracken nur auf bestimmte Wildarten eingejagt. Rehe sind meistens tabu.

Eine schöne Zusammenfassung über die verschiedenen Jagdarten mit der Bracke findet man auch auf der Seite des Deutschen Brackenclubs. Es gibt leider nicht soviele Bücher über die Jagd mit Bracken. Ein kleiner Literaturverweis findet sich unter der Rubrik „Serbische Bracken“. Auch der große Brackenmann Heimo van Elsbergen hat schöne Brackenbücher geschrieben.

 Hier in Deutschland werden Bracken häufig als Stöberhunde im Rahmen von Bewegungsjagden auf Schalenwild eingesetzt. Auch ich nehme  im  Rahmen der  „Stöberhundgruppen Südholstein“ der „Stöberhundgruppe Mecklenburg“ mit meinen Hunden an vielen Bewegungsjagden in Schleswig-Holstein und Mecklenburg teil. Schwerpunkt ist dabei das Rot- und Schwarzwild. Dabei gehen wir in aller Regel mit unseren Hunden durch, um Ihnen gegebenfalls beistehen zu können. Eine Jagdart an die sich Dara erst einmal gewöhnen musste, da sie vorher nur zum stöbern vom Stand geschnallt wurde. Es hat zwei Jagdsaisons gedauert bis sich sich zuverlässig im Treiben an mir orientierte  und den Kontakt zu mir regelmäßig suchte. Auch das Taxi fahren konnte ich Ihr konsequent abgewöhnen. In aller Regel jagt Dara dann  zwischen 100 und 2000 m um mich herum und schaut  regelmäßig nach dem Chef.  Heute habe ich einen Hund, den ich sowohl vom Stand geschnallt jagen kann und aber auch beim durchgehen geführt werden kann.

Bracken jagen zuverlässig an Rotwild und an Sauen. Dabei sind Sie konsequent und ausdauernd wildscharf und bedrängen das Wild hart. Dabei arbeiten Sie aber nicht selbstgefährdend und halten eine gesunde Distanz insbesondere zum Schwarzwild ein.

Fährtenwille und Fährtensicherheit sind einer Bracke mitgegeben und stellen manchmal hohe Anforderungen an die Ausdauer des Brackenführes. Eine Bracke kann man auch nicht abführen wie einen Vorstehund, man kann Sie für die jeweilige Jagdweise schulen und anleiten. Wenn man  dann gut und erfolgreich mit seinem Hund jagt, wird man viel Freude mit Ihm haben.

Schön finde ich es, wenn man Ihnen das lästige Rehwildjagen abgewöhnen kann.

Serbische Bracken haben einen herrlich tiefen Laut.  Sie haben einen überragenden Fährtenwillen und eine hohe Fährtensicherheit. Besonders habe ich von verschiedenen Rüden gehört, deren Ausdauer schon an Autismus grenzt.

Insofern sind Sie natürlich auch in sehr hohem Maße für die Arbeit auf der roten Fährte geeignet.